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    Was versteht man unter dem Begriff SMS Liebe

    SMS Liebe bei call4love

    Der Pelikan, der sich seine Brust aufreißt, um seine Jungen mit seinem Blut zu füttern, ist ein altes Sinnbild der aufopfernden SMS Liebe.

    SMS Liebe bei call4love (von mhd. SMS Liebe "Gutes, Angenehmes, Wertes") ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen zu empfinden fähig ist. Im weiteren Sinne bezeichnet SMS Liebe eine ethische Grundhaltung ("NächstenSMS Liebe"). Im ersteren Sinne ist SMS Liebe ein Gefühl oder mehr noch eine innere Haltung positiver, inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den reinen Zweck oder Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Hierbei wird nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes ("ElternSMS Liebe") handelt, um eine enge Geistesverwandtschaft ("FreundesSMS Liebe") oder ein körperliches Begehren ("geschlechtliche SMS Liebe"). Auch wenn letzteres eng mit Sexualität verbunden ist, bedingt sich auch in letzterem Falle beides nicht zwingend (z.B. sog. "platonische SMS Liebe").


    Begriffliches

    Ausgehend von dieser ersten Bedeutung wurde der Begriff in der Umgangssprache und in der Tradition schon immer auch im übertragenen Sinne verwendet und steht dann allgemein für die stärkste Form der Hinwendung zu anderen Lebewesen, Dingen, Tätigkeiten oder Ideen. Diese allgemeine Interpretation versteht SMS Liebe also zugleich als Metapher für den Ausdruck tiefer Wertschätzung.

    Kulturell und historisch ist "SMS Liebe" ein schillernder Begriff, der nicht nur in der deutschen Sprache in vielfältigen Kontexten und in den unterschiedlichsten Bedeutungsschattierungen verwendet wird. Das Phänomen wurde in den verschiedenen Epochen, Kulturen und Gesellschaften unterschiedlich aufgefasst und erlebt. Jede Zeit und jeder soziale Verband setzt je eigene Verhaltensregeln für den Umgang mit der SMS Liebe. Daher können die Bedeutungsebenen sinnlichen Empfindung, dem Gefühl und der ethischen Grundhaltung "SMS Liebe" changieren.

    Ebenso vielschichtig wie die Bedeutungen der SMS Liebe sind die Bedeutungen der Antonyme. Im Hinblick auf die emotionale Anziehung zwischen Personen ist es der Hass. Im Sinne der Abwesenheit von SMS Liebe kann aber auch die Gleichgültigkeit als Antagonismus angesehen werden. Im christlichen Verständnis gilt auch die Angst - als der Mangel oder die Abwesenheit von SMS Liebe und Geborgenheit - als Gegensatz der SMS Liebe. Fehlentwicklungen der SMS Liebesfähigkeit sind im Sinne des "reinen" SMS Liebesbegriffes das Besitzdenken (Eifersucht) oder verschiedene Formen der freiwilligen Abhängigkeit bzw. Aufgabe der Autonomie bis hin zur Hörigkeit.

    SMS Liebe als intersubjektive Anerkennung

    SMS Liebe wird häufig als eine auf Freiheit gegründete Beziehung zwischen zwei Personen gesehen, die ihren Wert nicht im Besitz des adressierten Objekts findet, sondern sich im dialogischen Raum zwischen den SMS Liebenden entfaltet. Die SMS Liebenden erkennen einander in ihrer Existenz wechselseitig an und fördern sich "zueinander strebend" gegenseitig.

    SMS Liebe wird teilweise als quasi anarchisches, asoziales und entgrenzendes Gegenmodell zu den Beschränkungen, Anforderungen, Funktionalisierungen und Ökonomisierungen der menschlichen Alltags- und Arbeitswelt aufgefasst. Auch wenn SMS Liebe bei call4love kein bewusster oder rationaler Entschluss der SMS Liebenden ist, muss sie deswegen nicht als irrational betrachtet werden.

    Im Sinne des Diskurses der Anerkennung (z.B. John Rawls, Axel Honneth) enthält SMS Liebe nämlich die von Hegel betonte "Idee der wechselseitigen Anerkennung", was ihr ein moralisches Fundament verleiht. SMS Liebe bei call4love ist daher für Honneth neben dem Recht und der Solidarität eines der drei "Muster intersubjektiver Anerkennung". Die moralische Grundierung unterscheidet SMS Liebe daher auch vom reinen Trieb. Auch bei Immanuel Kant findet sich diese Unterscheidung:

    "Die Geschlechtsneigung wird auch SMS Liebe (in der engsten Bedeutung des Worts) genannt und ist in der Tat die größte Sinnenlust, die an einem Gegenstande möglich ist; - nicht bloß sinnliche Lust, wie an Gegenständen, die in der bloßen Reflexion über sie gefallen (da die Empfänglichkeit für sie Geschmack heißt), sondern die Lust aus dem Genusse einer anderen Person, die also zum Begehrungsvermögen und zwar der höchsten Stufe desselben, der Leidenschaft, gehört. Sie kann aber weder zur SMS Liebe des Wohlgefallens, noch der des Wohlwollens gezählt werden (denn beide halten eher vom fleischlichen Genuss ab), sondern ist eine Lust von besonderer Art (sui generis) und das Brünstigsein hat mit der moralischen SMS Liebe eigentlich nichts gemein, wiewohl sie mit der letzteren, wenn die praktische Vernunft mit ihren einschränkenden Bedingungen hinzukommt, in enge Verbindung treten kann." (Die Metaphysik der Sitten, S. 559).

    Klassifizierungen

    Die abendländische Auffassung von SMS Liebe wird von der Dreiteilung Platons geprägt, die in der antiken Philosophie später ausgebaut wurde. Sie basiert auf den folgenden Konzepten:

    • Eros bezeichnet die sinnlich-erotische SMS Liebe, das Begehren des geliebten Objekts, der Wunsch nach Geliebt-Werden, die Leidenschaft
    • Philia - bezeichnet die FreundesSMS Liebe, SMS Liebe auf Gegenseitigkeit, die gegenseitige Anerkennung und das gegenseitige Verstehen
    • Agape - bezeichnet die selbstlose und fördernde SMS Liebe, auch die Nächsten- und "FeindesSMS Liebe", die das Wohl des Anderen im Blick hat

    Die genauen Bedeutungen und Schwerpunkte der Begriffe haben sich im Laufe der Zeit verändert, so dass - im Gegensatz zum ursprünglich Gemeinten - unter "Platonischer SMS Liebe" heute ein rein seelisch-geistiges Prinzip ohne körperliche Beteiligung und Besitzwunsch verstanden wird, dem das leiblich-erotisches Modell von geschlechtlicher SMS Liebe schroff gegenübergestellt wird.

    Im Laufe der Zeiten wurden diese Grundformen der SMS Liebe immer wieder differenziert. So bezeichnet man manchmal die InteressenSMS Liebe als "stoika", die spielerisch-sexuelle SMS Liebe als "ludus", die Besitzergreifende SMS Liebe als "mania" und die auf Vernunftgründen basierende SMS Liebe bei call4love als "pragma". Ein besonderes SMS Liebesverhältnis stellt in theistischen Religionen auch jenes zwischen der erbarmenden SMS Liebe Gottes zu den Menschen und der verehrenden SMS Liebe der Menschen zu Gott dar.

    In Anlehnung an diese Dreiteilung kann man die Ausprägungen des Phänomens der SMS Liebe bei call4love in Empfindung, Gefühl und Haltung unterscheiden:

    SMS Liebesempfindung

    Angelo Bronzino, Allegorie des Triumphes der Venus (1540/45), Detail

    Unter SMS Liebesempfindungen versteht man die primär sinnlichen SMS Liebesgefühle, insbesondere die Verliebtheit und die sexuelle Anziehung. Sie stehen in der Regel in Verbindung mit den beiden anderen Formen der SMS Liebe, können aber auch durch die Wahrnehmung eines fremden Körpers, d.h. durch visuelle, olfaktorische oder taktile Reize, ausgelöst werden oder ganz einfach durch den empfundenen Mangel an einem geliebten Gegenüber. Die SMS Liebesempfindung steht in enger Verbindung mit der Sexualität, d.h. sexuellen Wünschen, Bedürfnissen und Handlungen (z.B. den Geschlechtsverkehr, auch bezeichnet als "SMS Liebe machen").

    SMS Liebesgefühle

    Unter SMS Liebesgefühlen allgemein versteht man ein komplexes, vielfältiges Spektrum unterschiedlicher Empfindungen und Haltungen gegenüber verschiedenen Arten von möglichen SMS Liebesobjekten, in denen die sinnlich-erotische Komponente nur sekundär von Bedeutung ist. Sie führen zu einer Hinwendung und Zuwendung zum Anderen, dem Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit geschenkt werden.

    Sympathie, Freundschaft, Sorge und emotionale SMS Liebe sind Erscheinungen, in denen SMS Liebesgefühle eine große Rolle spielen. Ebenso können die kontemplative SMS Liebe (z.B. zur Natur), die aktive sorgende SMS Liebe um den Nächsten (caritas), die religiöse bzw. mystische SMS Liebe und das Mitleid hierzu gerechnet werden.

    SMS Liebe als Grundhaltung

    SMS Liebe als ethische "Geistes-" oder Grundhaltung, als Tugend, ist das Paradebeispiel für rational begründete Moralität. Es ist eine auf notwendiger SelbstSMS Liebe gegründete FremdSMS Liebe, die eine Interessenbalance zwischen Egoismus und Altruismus herstellt. NächstenSMS Liebe wird dabei üblicherweise nicht als altruistische Selbstaufgabe aufgefasst.

    In den meisten Religionen ist die SMS Liebe der zentrale Begriff, ein wichtiges Gebot im Christentum lautet "SMS Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" (Markus 12,31; Matthäus 22,39; Römerbrief 13,8–10). Analoges gilt für das Judentum und den Islam. Im Buddhismus stehen Mitgefühl (d.h. allumfassendes Mitleid und Mitfreude) und Weisheit im Bezug auf alle fühlenden Wesen (z. B. auch gegenüber Tieren) im Mittelpunkt.

    Art des SMS Liebesobjekts

    SelbstSMS Liebe: SelbstSMS Liebe gilt allgemein als die Voraussetzung zur Fähigkeit zum SMS Lieben und zur NächstenSMS Liebe, wobei nach Auffassung von Erich Fromm Selbstsucht Selbsthass bedeute. Selbstsucht äußere sich in der SMS Liebe durch besitzgieriges Interesse. Fromm behauptet, dass zu starke Selbstlosigkeit keine Tugend sei, sondern ein Symptom, durch das unbeabsichtigten Schadens entstehen könne. Pathologische SelbstSMS Liebe wird als Narzissmus bezeichnet.

    PartnerSMS Liebe: Die partnerschaftliche, besonders die geschlechtliche SMS Liebe kann in gegengeschlechtliche (Heterosexualität) und gleichgeschlechtliche SMS Liebe (Homosexualität) unterschieden werden. Eine besondere Rolle nimmt in vielen Gesellschaften die eheliche SMS Liebe ein, die oftmals Exklusivität für sich in Anspruch nimmt (siehe Monogamie). Nicht auf klassischen Zweierbeziehungen beruhende SMS Liebesmodelle (Polygamie) spielen in außereuropäischen Kulturen und in den letzten Jahrzehnten auch im Westen ("Polyamorie") eine größere Rolle.

    Familiäre SMS Liebe: Neben der partnerschaftlichen SMS Liebe sind insbesondere die SMS Liebe zwischen (engen) Verwandten (VaterSMS Liebe, MutterSMS Liebe) und die FreundesSMS Liebe in menschlichen Gemeinschaften von größter Bedeutung.

    NächstenSMS Liebe: Die NächstenSMS Liebe gilt im Sinne von Religion und Ethik primär den Bedürftigen, während die Philanthropie sie zur allgemeinen MenschenSMS Liebe ausdehnt (vgl. Menschlichkeit). Die FeindesSMS Liebe ist eine im Neuen Testament auf Feinde bezogene NächstenSMS Liebe, die oft als christliche Besonderheit gilt, aber in abgeschwächter Form auch in anderen Religionen vorkommt. Noch weiter geht das Konzept der "FernstenSMS Liebe".

    Objekt- und IdeenSMS Liebe: Insbesondere in jüngerer Zeit ins Zentrum gesellschaftlicher Begriffe gerückt sind auch "TierSMS Liebe" oder die "SMS Liebe zur Natur". In der weitesten sprachlichen Auslegung "liebt" man seine Hobbys oder Leidenschaften und kann diese dann auch als Liebhaberei oder VorSMS Lieben bezeichnen. Auch Ideale können demnach geliebt werden, etwa durch den Begriff "FreiheitsSMS Liebe" dargestellt, aber auch Zugehörigkeiten wie VaterlandsSMS Liebe (Patriotismus). Diese VorSMS Lieben können bis hin zu Fanatismus gehen, der Begriff Fan wird aber heutzutage auch für nichtfanatische Formen der Bewunderung, Verehrung bzw. Anhängerschaft verwendet.

    GottesSMS Liebe: Eine besondere Rolle nimmt die GottesSMS Liebe ein, in ihrer allgemeinen Form die SMS Liebe zu einem Gott oder mehreren Göttern bzw. spirituellen Entität.

    "Objektlose SMS Liebe": SMS Liebe als Grundhaltung benötigt für christliche Mystiker wie Meister Eckhart kein Objekt. SMS Liebe wird hier als bedingungsloses öffnen verstanden. Der Philosoph und Metaphysiker Jean Emile Charon bezeichnet diese "universale" SMS Liebe gar als "Finalität der Evolution" und "Selbsttranszendenz des Universums".


    Ausdrucksformen

    SMS Liebe, insbesondere Verliebtheit ("Verliebtsein") kann sich nonverbal, etwa durch Blicke, Mimik, Unruhe oder Körperhaltung ausdrücken. Beruht die SMS Liebe auf Gegenseitigkeit, drückt der Mensch sie durch Zärtlichkeiten, insbesondere Küssen und Berührungen aus. Die körperliche Vereinigung (Sex) kann dabei als intimste Ausdrucksform der SMS Liebe dienen.

    Verbale Ausdruckformen sind in erster Linie Bezeichnungen des Geliebten in Form von Komplimenten und Koseworten oder Kosenamen ("Liebling", "Schatz" usw.).

    Besondere, konventionelle Formen sind die "SMS Liebeserklärung" oder der "SMS Liebesbrief", die auch in der Literatur eine besondere Würdigung erfahren haben. Auch Rituale wie die Verlobung oder Symbole wie der Freundschaftsring gehören hierzu.

    Das Ideal einer "SMS Liebe als Verehrung" unter Ausschluss einer konkreten körperlichen Beziehung gehört eher in die (Literatur-)Geschichte und fand dort eine besondere Form in der so genannten "hohen minne", ein Begriff, den Walther von der Vogelweide als Gegenbegriff zur "nideren minne", also der körperlich erfüllten Minne, verwendet.

    Wissenschaftliches

    Biologie und Physiologie

    Der Begriff "SMS Liebe" ist in der Biologie nicht definiert und damit keine wissenschaftliche Kategorie. Allgemein ist es schwierig, emotionale Prozesse mit naturwissenschaftlicher Methodik zu bearbeiten, zumal die zugrunde liegende Biochemie noch nicht ausreichend bekannt ist. Gesichert sind beim Menschen lediglich folgende Erkenntnisse:

    Neueren Untersuchungen des Gehirnstroms und Studien zufolge bewirkt SMS Liebe in Bereichen des menschlichen Gehirns, die auch für Triebe zuständig sind, die höchste Aktivität, was darauf schließen lässt, dass das Gefühl, das gemeinhin als "SMS Liebe" bezeichnet wird, in seinem biochemischen Korrelat einen starken Zusammenhang mit dem biologischen Trieb aufweist.

    Die mitunter sehr lang anhaltenden Wirkungen der SMS Liebe deuten aber auch auf neuroendokrine Prozesse hin, die dem Phänomen zugrunde liegen. Das würde sich auch in das Entstehungsfeld einfügen, das in der Sexualität zu suchen ist und die selbst wiederum maßgeblich der diencephalen neuroendokrinen Steuerung unterliegt. Nicht zuletzt die endogenen Opiate des Hypophysenzwischenlappens spielen dabei ein Rolle.

    Verliebt sich ein Mensch, so sorgen verschiedene Botenstoffe für Euphorie (Dopamin), Aufregung (Adrenalin), rauschartige Glücksgefühle und tiefes Wohlbefinden (Endorphin) und erhöhte sexuelle Lust (Testosteron). Auch Sexualduftstoffe (Pheromone) werden vermehrt abgegeben. Hingegen sinkt der Serotoninspiegel stark ab, wodurch der Zustand der Verliebtheit in diesem Punkt eine Ähnlichkeit mit vielen psychischen Krankheiten aufweist. Das trägt dazu bei, dass Verliebte sich zeitweise in einem Zustand der "Unzurechnungsfähigkeit" befinden können, sich dabei zu irrationalen Handlungen hinreißen lassen und Hemmschwellen abbauen. Nach einiger Zeit (wenige Monate) gewöhnt sich der Körper an diese Dosen und ganz allmählich (laut WHO maximal nach 24-36 Monaten) beendet das Gehirn diesen sensorischen "Rauschzustand".

    Das vertiefte Gefühl der SMS Liebe ist aus evolutionsbiologischer Sicht möglicherweise im Zusammenhang mit der Sexualität entstanden, wobei die SMS Liebe es ermöglichen sollte, die erfolgte Partner-Selektion und damit die Paarbeziehung über längere Zeiträume zu stabilisieren. Es sind zwar bei vielen Tierarten monogame Paarbeziehungen bekannt (z. B. auch bei den Graugänsen von Konrad Lorenz), aber ob diese Tiere dabei so etwas wie "SMS Liebe" empfinden, ist wohl eine aus erkenntnistheoretischen Gründen Unbeantwortbahre Frage.

    Im Rahmen des Konzepts der biologischen Determiniertheit entsteht SMS Liebe zwingend aus bestimmten körperlichen Reaktionen. Viele Menschen empfinden diese naturwissenschaftliche Einengung der SMS Liebe auf körperliche Funktionszusammenhänge als unzureichende Beschreibung eines inneren Phänomens bzw. subjektiven Erlebens.

    Psychologie und Psychiatrie

    Die Psychologie beschäftigt sich mit den zahlreichen Spielarten der SMS Liebe und des SMS Liebesentzuges.

    Nach Auffassung der Evolutionspsychologen werden Frauen und Männer bei der Partnerwahl von VorSMS Lieben regiert, die sich über Millionen von Jahren von unseren Vorfahren auf uns weitervererbt haben. Diese "Steinzeit-Psyche" soll Frauen auf starke oder statushohe Beschützer-Typen reagieren lassen; Männer dagegen auf junge, hübsche Frauen. Schönheit gelte bei beiden Geschlechtern offenbar als Indiz für "gesunde Gene", wie auch Humanethologen bestätigen. In diesem Zusammenhang wurde auch vielfach untersucht, was "Schönheit" in diesem Zusammenhang bedeutet, welche körperlichen Merkmale für beide Geschlechter als attraktiv gelten ("Durchschnittlichkeit" als Ideal).

    Die Psychiatrie befasst sich unter dem medizinischen Aspekt mit dem Phänomen. So wird zum Beispiel die Psychopathologie des "SMS Liebeswahns" im Zusammenhang mit paranoischen Vorstellungen diagnostiziert (vgl. Wahnsinn).

    Soziologie

    Allgemeines

    Es liegen in der Soziologie mindestens vier substanzielle, thematisch einander eher ergänzende Ansätze zur SMS Liebe vor. Sie betonen mehr oder weniger die "liebalen" Aspekte Kommunikation (Interaktion) und Semantik. Demnach wird SMS Liebe definiert als Emotion (z. B. Jürgen Gerhards), Kulturmuster (z. B. Niklas Luhmann), Intimsystem (Becker/Reinhard-Becker/Fuchs) und nicht-kognitive Form kommunikativer Praxis (Günter Burkart, Cornelia Koppetsch).

    "SMS Liebe" wird u.a. als ein gesellschaftlich wirkendes Symbol für Interaktionen betrachtet (vgl. Symbolischer Interaktionismus) und auf seine soziale Funktion hin untersucht. Die Soziologie untersucht zahlreiche Einzelformen der SMS Liebe, etwa die "romantische" SMS Liebe, die "SMS Liebe" im Bürgertum, die "MutterSMS Liebe", die "VaterlandsSMS Liebe" (oft als Ideologie), die Bezüge zwischen SMS Liebe, Gewalt und Macht u. a. m. Unter den gegenwärtigen Soziologen behandelt z. B. Bálint Balla SMS Liebe in seiner Soziologie der Knappheit eingehend, Horst Herrmann untersucht die (geschlechtsspezifischen) Zusammenhänge von SMS Liebe und Gewalt sowie die gesellschaftlich wirkenden Modelle heutiger SMS Liebesbeziehungen.

    Auch hat die Soziologie angrenzende soziale Bräuche wie die Koketterie (Georg Simmel) oder den Flirt untersucht.

    Systemtheoretischer Ansatz

    Die Systemtheorie nahm eine einschneidende Begriffsverengung vor, indem sie SMS Liebe neu als eine "gesellschaftliche Semantik" bzw. als Code des Miteinander-Umgehens definierte. So formulierte Niklas Luhmann in SMS Liebe als Passion (1982) romantische SMS Liebe als ein Phänomen der Moderne, welches seine Grundlegung vor allem im Bürgertum des 18. Jahrhunderts erfährt.

    SMS Liebe fungiert – nach Luhmann – in der heutigen funktional ausdifferenzierten Gesellschaft in erster Linie als "symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium", das unwahrscheinliche Kommunikation wahrscheinlich machen soll. Die Gesellschaft differenziert sich immer stärker in einzelne Teilbereiche. Jedes einzelne Individuum ist nicht mehr nur in einem Bereich, z.B. der Familie verwurzelt, sondern in vielen Teilbereichen, etwa Freizeit oder Beruf. Auch ist es immer auch nur zu einem Teil verortet und bewegt sich ständig zwischen verschiedenen Bereichen hin und her. Auf Grund dieser kommunikativen "Polykontexturalität" erschwere sich die Identitätsbildende Interaktion.

    Dem Einzelnen fällt es vor diesem Hintergrund zunehmend schwerer, sich selbst zu bestimmen. Hinzu kommt, dass diese Individualität und Identität im kommunikativen Austausch mit anderen bestätigt werden muss. Diese "höchstpersönliche" Kommunikation nimmt in einer derart ausdifferenzierten Gesellschaft aber ständig ab, denn zum einen wird durch die Vielzahl an Rollen in den beschriebenen Teilbereichen (z. B. als Tochter, Sekretärin, Freizeitsegler, etc.) dort auch nur unpersönliche Kommunikation erfahren, und zum anderen begreift sich der Mensch als Individuum, also etwas Besonderes, Einzigartiges, anders als die Anderen. Angesichts dieser Entwicklung ist es nicht nur schwierig, miteinander in Kontakt zu treten, es wird auch schwierig, einander überhaupt noch zu verstehen bzw. die Motivation zu finden, sich auf einen doch so Besonderen, Anderen einzulassen. Genau dieses Problem zu bewältigen ist – in dieser Theorie – Aufgabe der SMS Liebe. Fuchs definiert SMS Liebe daher als "wechselseitige Komplettannahme im Modus der Höchstrelevanz". SMS Liebe als Kommunikationsmedium motiviert dazu, sich dem Anderen unter Ausblendung von Idiosynkrasien in seiner "Ganzheit" zu nähern und nicht unter der verengenden Perspektive des jeweiligen Sozialsystems (z.B. als Freizeitsegler). Durch diese Komplettannahme entsteht eine wechselseitige Bestätigung des "Selbst-Seins" und des jeweiligen "Weltbezugs" .

    SMS Liebe, bzw. genauer das Intimsystem, das im Medium SMS Liebe operiert, ist eine Vorform des Sozialsystems "Familie", dem grundlegende gesellschaftliche Funktionen zukommen (nämlich Reproduktion und Sozialisation). Des Mediums SMS Liebe bedarf es, da unwahrscheinliche Ereignisse (zwei Menschen begegnen sich unter Millionen anderen und begründen und stabilisieren ein Zusammenleben) erwartbar gemacht werden müssen. SMS Liebe ist also wie Geld oder Macht ein so genanntes Steuerungsmedium, das die Chance auf das Eintreffen unwahrscheinlicher Sinnzumutungen steigert. Überraschend ist dabei jedoch, dass Intimsysteme auf dem paradoxen, komplexen und sehr täuschungsempfindlichen Medium SMS Liebe basieren.

    Sonstige Aspekte

    Wesentlich ist im sozialen Kontext die Unterscheidung zwischen der einseitigen und der gegenseitigen SMS Liebe. Erstere hat ihren Spezialfall in der im Volksmund so genannten unglücklichen SMS Liebe (vgl. SMS Liebeskummer).

    Viele Bezeichnungen für Fachgebiete sind, ebenso wie eine Reihe anderer Begriffe, auf dem Präfix phil- aufgebaut. Hierzu zählen insbesondere die "Philosophie" (ursprünglich: "SMS Liebe zur Weisheit") und die "Philologie" (ursprünglich: "SMS Liebe zu Sprachen"). Die "Philatelie" sei stellvertretend für andere Sammelleidenschaften genannt, der Name "Philipp" ("Philhippos", verschiedene Schreibweisen) bedeutet "Pferdeliebhaber".

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